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Laufen ist meine Leidenschaft

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Mittwoch, 12. Dezember 2007
Beine platt

Nach dem Hallentraining gestern und der Null am Samstag waren meine Beine gestern Abend erstmal ein wenig platt. Der Streak heute morgen wurde etwas eierig gelaufen. Die nächsten Tage wird dann noch im regenerativen Bereich trainiert, am WE soll es doch schon wieder etwas länger werden.

Streak aktuell: 42 Tage.

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Samstag, 8. Dezember 2007
GMHütte die 2te

Nach meinem ersten Ultra bei der Sommer Null folgte nun mein Start bei der Winter Null. Die Tage zuvor hatte es viel geregnet und so erwartete die Läufer eine aufgeweichte Strecke. Georg der Obernull malte in den schrecklichsten Visionen die Streckenverhältnisse aus (fester Untergrund und darüber 20cm Matsch). Zum Teil sollte er auch Recht behalten (es waren aber nur 15cm Matsch). Ein Teil der Läufer, vor allem die langsameren wurden schon um 8:30h auf die Strecke gelassen, der Rest startete dann gegen 9:00h. Nicht ohne die aufmunternden Worte und Anekdoten von Georg. Was wäre dieser Lauf ohne ihn? Kaum vorstellbar. Neben mir starteten auch Fred und Holger aus dem Streakrunner Forum, Klaus musste leider seine Knie schonen, so waren die Streak Runner hier nur zu dritt. Die Keksverpflegung am Freitag bei Klaus war allerdings vorbildlich und hat nicht unwesendlich zu diesem Laufergebnis beigetragen.

Die ersten Kilometer verlaufen immer relativ flach und auf Asphalt. Je näher der Dörenberg rückt, desto mehr wandelt sich das Profil der Strecke. Die Steigungen nehmen zu und die Naturwege nehmen überhand. Die ersten Kilometer auf Naturboden lassen erahnen wie die schwereren Stücke der Strecke wohl aussehen können. Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen. Wir lächelten und waren froh, und es kam schlimmer. Was im Sommer noch fest war hatte der Regen jetzt aufgeweicht. Aber nicht oberflächlich sondern teilweise Knöcheltief. Es war schon eine Kunst nicht die Schuhe zu verlieren. Am Anfang klappe das Umlaufen der matschigen Abschnitte noch ganz gut, dann war es zu spät. Mit Vollgas in ein Wegstück gelaufen und plötzlich Matsch, aber wie! Bremsen? Ne, zu spät. Also voll rein. Schuhe nass, Socken nass, Füße nass. Ab jetzt hat es richtig Spass gemacht. Dreckiger geht nicht, also Augen zu und durch. Blos die Schuhe dabei nicht verlieren.

Die tiefe Strecke hat dann auch mächtig an den Kräften gezerrt. Die letzten 15km wurden schwer. Das Laufen ging nicht mehr richtig flüssig, es war wieder mentale Stärke gefragt. Ultra halt. So ganz ohne verlaufen hat es auch diesmal nicht geklappt, zum Glück ohne großen Umweg und erst auf den letzten Kilometern. Dann kam auch schon wieder das Ortsschild von Kloster Oesede, fast im Ziel. Der letzte Kilometer ist eigendlich immer der schönste, da weist du - Du hast es wieder geschafft und das bei der Strecke. Das Wetter hat prima mitgespielt, trocken und gelegendlich kam sogar die Sonne durch. Das lässt das Ultra Herz höher schlagen.



Im Ziel stand Georg Rollfing und beglückwünschte die Zielankömmlinge, nicht ohne die Läufer mit den sauberen Schuhen enstprechend zu kommentieren.

Das war sie, meine 2te Null, diesmal im Winter. Aber auch nicht meine letzte. Wir sehen uns wieder am 20. Juli 2008 zur 42. GMHütter Null, dann hoffendlich wieder mit trockener Strecke. Trotz der schweren Strecke bin ich meine Winter Null um gut 1h schneller gelaufen als im Sommer, in selbst gestoppten 5:38h!

"Die Null ist nicht schwer, man muss sie nur zu laufen wissen."

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Montag, 3. Dezember 2007
Und er läuft doch

Die Nase trieft etwas, aber was soll's. Vor GMHütte wollte ich in der letzten Woche nochmal km schrubben, so hab ich's dann mal sein lassen und auch am WE nur ruhige km gemacht. 65km sind für diese Woche ok. Schließlich möchte ich um nichts in der Welt diesen Ultra verpassen.

Samstag war geiles Laufwetter. Sonne, kaum Wind, wenige Menschen draußen. Herrlich. Vogelschwärme fliegen kreischend durch die Luft und sammeln sich für die bevorstehende Reise. Diese 10km haben einfach nur gut getan. Danach ein heißes Bad und man fühlt sich wie neu geboren.

Heute startet KW 49: 33 Tage Streak Running.

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Montag, 26. November 2007
Step by Step

wurde die letzte Woche gelaufen. Das morgendliche Laufen ist mittlerweile fester Bestandteil geworden, einen besseren Start in den Tag kann ich mir nicht mehr vorstellen. Das Ziel 80-90km die Woche wurde locker erreicht, es sollten zwar 91km werden aber durch den Lauftreff am Sonntag hat es dann nur für 86km gereicht. Dafür war das gemeinsame Brunchen danach klasse.

Streak aktuell: 26 Tage.

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Sonntag, 18. November 2007
Höhen und Tiefen

Diese Woche war hopp und top zugleich. Das Streaken lief gut, nur am Freitag hatte ich einen Tiefpunkt. Nach langer Zeit mal wieder extreme Kopfschmerzen. Auch die 5km füh morgens haben nicht geholfen, also wieder ins Bett, an Arbeiten ist heute nicht zu denken. Am späten Nachmittag wurde es dann besser so das ich noch einmal die Laufschuhe geschnürt habe. Lockere 15km. Das war gut, endlich wieder klar denken.

Heute lief es wieder perfekt. 20-30km waren geplant, je nachdem wie sich die Beine anfühlen. Es wurden 30km, aber wie. Es gibt diese Tage da rollt es einfach. Nach 2:53h war ich wieder zu Hause. Beim Eintragen in den Trainingskalender fiel mir auf das ich die Strecke gegenüber dem letzten mal vor ein paar Wochen in der Ultra Vorbereitung 4min. schneller gelaufen bin und das bei gleichem Puls!

Morgen beginnt KW47, das Streaken geht weiter. Aktuell: 18 Tage.

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Montag, 12. November 2007
Eine erfolgreiche Woche

geht vorrüber. Ohne große Anstrengungen wurden 73km zurückgelegt. Gestern beim 21km Lauf waren große Teile der Laufstrecke überschwemmt, es wurde zu einem reinsten Hindernislaufen. Ausweichen über Feldränder und Wiesen, über Stock und Stein, teilweise durch's Unterholz. Aber auf der letzten Runde hat es mich doch erwischt. Was 35min. vorher noch passierbar war, wurde vom Wasser flächig überflutet. Der Versuch am Rande noch trockenen Fußes vorbei zu kommen ging komplett in die Hose. Somit konnte ich dann 6km mit vollgelaufenen Schuhen nach Hause laufen. Egal, Spaß gemacht hat es trotzdem.

Zumindest war das Wetter bei meinem Lauf gnädig, kein Regen. Die Foris die in Troisdorf beim 6h-Lauf starteten hatten es da schlechter.

Streaktage aktuell: 12

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Montag, 5. November 2007
Streak mit Hund

Um 5:00h war die Nacht vorbei. Aufstehen zum Streaken. Um 5:10h stand ich auf der Piste. Herrlich, fast keine Menschenseele unterwegs, nur eine ältere Dame mit Hund kam mir auf dem ersten Kilometer entgegen. Ob ich den kleinen Kläffer morgen früh wieder sehe? Erinnnert mich an die Serie von Black Sensei mit seinem Fischreiher.

Das mir das frühe Aufstehen so leicht fällt, hätte ich nicht gedacht. Aber vielleicht ist es da wie mit dem Ultra, wenn es im Kopf stimmt ist der Rest kein Problem.

Somit hätte ich dann Streaktag: 5

I run for the love of the race! (Bruce Fordyce)

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Donnerstag, 1. November 2007
1. Streak

Heute habe ich meinen 1. Streak begonnen. Soll heißen, ab heute will ich täglich laufen. Die von mir vermessene Cityrunde, die auch im Dunkeln gelaufen werden kann, ist ~5km lang und wurde heute das erste Mal gelaufen. Bewusst locker in 32min. Demnächst, ab Montag, werde ich die Runde früh morgens vor der Arbeit laufen. Statt um 5:50h wird dann um 5:00h aufgestanden, so bleibt genug Zeit um danach in Ruhe zu Duschen.



War irgendwie ungewöhnlich, nur 5km laufen. Sonst bin ich ja viel längere Strecken gewohnt, mal sehen wie sich das täglich Laufen entwickelt. Freue mich schon auf morgen.

Die gelaufenen km werden unter Streak dokumentiert.

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Montag, 29. Oktober 2007
Röntgenlauf 2007 - Ultra-Marathon



Die Anreise am Vortag gestaltete sich unkompliziert und zum Glück ohne Staus. Mein Vereinskollege Rainer und ich kamen zeitig in Remscheid-Lennep an und konnten so in aller Ruhe unsere Startunterlagen abholen. Danach schlenderten wir über die Marathonmesse und verpflegten uns anschließend mit zwei Tellern Nudeln inkl. einem Getränk zu zivilen 5,- EUR. Nachdem ich mein Quartier in der Turnhalle bezogen hatte brach mein Lauf-Kollege auf um bei einem Freund in der Nähe zu nächtigen. Massenquartiere sind nicht sein Ding. Ich fand es aber höchst amüsant mich mit den anderen Läufern auszutauschen. Gegen 22:30h war dann auch "Licht aus" und die Nacht wurde recht erholsam verbracht.

Um 6:20h war es mit der Nachtruhe vorbei, die Läuferschar wurde langsam rege. So machte ich mich auch auf meine Sachen zu packen und auf das bevorstehende Ereignis vorzubereiten. Wie schon im Vorfeld geplant, entschied ich mich für meine kurze Hose mit einer dünnen Tight darüber, neben Funktionshirt und langärmeligem Lauftrikot auch für meine Laufweste. So konnte ich ein paar Fruchtriegel für den Notfall einpacken und wäre gut Windgeschützt, was sich im nachhinein als die richtige Wahl herausstellen sollte.

Zum Frühstück wurden zwei Brötchen mit Marmelade verzehrt und zwei Kaffee. Bestens gerüstet also für das bevorstehende Ereignis. Um 7:45h traf ich meinen Vereinskollegen am verabredeten Treffpunkt, wir schlenderten noch etwas durch die Halle bevor wir uns gegen 8:20h zum Start begaben. Im Feld ordneten wir uns bewusst weiter hinten ein, nur nicht am Anfang ein zu hohes Tempo gehen. Punkt 8:30h fiel der Startschuss und es ging in einer Schleife durch Lennep los, danach verließen wir die Stadt und liefen ins Grüne. Die sehr schöne Streckenführung ging auf und ab, ohne zu sehr anzustrengen. Nach 2:13:20h passierten wir die erste Halbmarathonmarke.

Der zweite Halbmarathon war schon etwas anspruchsvoller, die Steigungen wurden länger und bissiger. Manche Gefällstrecke musste gehend bewältigt werden. Die Gefahr eines Sturzes war zu hoch. Bei Km 30 bekam mein Vereinskollege erste Schwierigkeiten in der Leiste, die Nacht davor hatte er auch eher schlecht verbracht. So wurde der 2. Halbmarathon in 2:32:26h passiert.

Nach Km 44 war dann auf einmal Schluss mit lustig, Krämpfe! Kollege Rainer musste Gehpausen einlegen, jede noch so kleine Steigung war zu viel. Unser km Schnitt sank merklich. Wir passierten die 50 Km Marke in 5:53:45h. Bei Km 52 liefen wir über einen schmalen Pfad oberhalb einer Wiese vorbei. Rainer kam ins straucheln, wohl auch wegen eines Krampfes, und stürzte. Unglücklicherweise verschuchte er dabei Halt zu finden und griff in den Stacheldraht neben ihm. So lag er dann blutend am Boden und schrie vor Schmerzen wegen der Krämpfe. Nach dem Strecken der Wadenmuskulatur brachte ich ihn wieder auf die Beine und wir konnten die Wiese verlassen und standen auf der Straße. Ein freundlicher Mountainbiker hatte Verbandmaterial dabei, so konnten die Schnittwunden der linken Hand notdürftig versorgt werden.

Aufgrund der jetzt freigesetzten Endorphine ging es die nächsten Km etwas besser. Wir hangelten uns von Verpflegungsstelle zu Verpflegungsstelle. Das Personal war ausgesprochen freundlich, bei Km 54 gab es sogar frisch gezapftes Kölsch. Die Gehpausen wurden länger und unser Schnitt sank immer mehr. Eine Bestzeit wollte ich von vornherein nicht laufen, es sollte nur ein Test für den Rennsteig '08 werden und ich hatte die Maxime ausgegeben: so 7-8h, aber das ich so langsam sein würde hätte ich im Traum nicht gedacht. Da wir diesen Ultra aber gemeinsam laufen wollten, habe ich mich zurückgehalten und meinen Patienten unterstützt wie ich nur konnte. So gelangten wir dann nach 7:57:03h gemeinsam ins Ziel. Uns wurde die Finishermedallie überreicht und trafen dann glatt noch "FranksVater" aus dem Streakrunner Forum, der tatsächlich so lange im Ziel ausgehalten hatte. Nach dem Duschen streiften wir die Finisher-Shirts über und ließen uns noch kurz massieren.



Fazit: Es war eine schöne und aus meiner Sicht nicht zu toppende Veranstaltung, Note: 1+. Nächstes Jahr gerne wieder, dann laufen wir aber getrennt. Mit den Reserven die ich hatte wäre ich glatt an 7h rangekommen. Beim nächsten Mal soll dann vorne eine 6 stehen.

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Donnerstag, 25. Oktober 2007
Marathon-Geburtstag

Hurra! Es ist geschafft, ich hab heute 42,195ten Geburtstag. Was für ein Jubiläum. Da wird heute Abend eine extra Flasche Selters aufgemacht.

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