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Laufen ist meine Leidenschaft

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Sonntag, 5. Juli 2009
Thüringen Ultra



Als letzte Generalprobe für den STUNT100 hatte ich mir den Thüringen Ultra über 100km auserkoren. Freitag Nachmittag ging es mit einem kurzen Zwischenstopp in Kassel nach Fröttstädt in Thüringen.

Gegen 18:00 traf ich auf dem Gelände ein und fand einen schönen Schattenplatz für mein Zelt. Gunar und Gerd waren auch schon vor Ort, hatten die zwei doch Heimvorteil. Nach dem Zeltaufbau holte ich meine Startunterlagen ab und genoss die Nudelparty. Die Preise für die Bewirtung waren sehr human. Hier merkt man gleich mit wie viel Herzblut die Veranstaltung von Läufern für Läufer gemacht wird.

Von den Streakrunnern waren außerdem noch Joghie, Holger, Frank und Elke da. Die ganze Atmosphäre war sehr familiär, mit dem Rennsteiglauf überhaupt nicht zu vergleichen. Man traf sehr viele Ultra Läufer wieder, u.a. einige Teilnehmer des Baltic-Run.

Der Start war für 4:00 Uhr angesetzt, also verschwand ich um 22:00 Uhr im Zelt um gegen 3:00 wieder aufzustehen und zu frühstücken. Meine Ausrüstung hatte ich im Auto vorher griffbereit zurecht gelegt. Die Füsse wurden vor dem Start noch einmal gefettet und verschwanden dann in den Trailschuhen.

Mit Holger wollte ich die Strecke gemeinsam laufen, hatte er doch im letzten Jahr ~14h benötigt und würde so meine Bremse sein. Bis km 20 verläuft das Profil noch mit moderaten Steigungen und unser Tempo pendelte sich bei 7-8 min/km ein. Die Steigungen wurden flott gegangen und nach 25km erreichten wir die Ruhlaer Skihütte in 3:03h. Die 50km Marke passierten wir in Floh-Seligenthal nach 6:37h. Uns ging es immer noch sehr gut.

Die Steigung zwischen km 52 und km 58 verbrauchte bei Holger doch einiges mehr an Kraft als gedacht. Nach km 62 wurde es zäh für Holger, unser Tempo sank immer mehr. Selbst die bergab Passagen mussten wir gehen, das geringere Training machte sich deutlich bemerkbar für ihn. Mir ging es ausgesprochen gut. In Finsterbergen erreichten wir km 75 in 10:42h.

Mittlerweile waren wir als 3er Gang unterwegs, das Tempo wurde mir zu langsam und ich hatte die Befürchtung wieder Probleme zu bekommen wie bei der Horizontalen um Jena. Ich verabschiedete mich nach 12:05h bei km 81 und wechselte in den Ultra-Schlappschritt. Das Laufen ging immer besser und mein Tempo wurde von km zu km immer schneller. So manchen Läufer holte ich wieder ein.

Die Sonne stand mittlerweile hoch am Himmel und brannte unerbittlich auf uns herab. Auf den letzten 13km war kaum noch Schatten vorhanden und zehrte noch zusätzlich an den Kräften. Jede Erfrischungsmöglichkeit wurde genutzt.

Km 95 hörte man schon von weitem, die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr gaben alles um die Läufer für die letzten Meter zu motivieren. Mir standen fast die Tränen in den Augen vor Rührung. Bei km 98 kam dann noch ein Erfrischungspunkt, ein letzter Schluck Cola, dann schlurfte ich die letzten Meter ins Ziel. 14:19:53h hatte ich gebraucht. Ich war restlos zufrieden, Generalprobe geglückt.

Holger hatte ich auf den letzten 19km noch glatt 1:22h abgenommen. Mit etwas mehr Laufen zwischen km 62 und km 81 wäre locker eine Zeit unter 14h möglich gewesen. Für heute war es ok. Im nächsten Jahr dann gerne etwas schneller.

Nach einer erfrischenden Dusche wurden die Energiespeicher wieder aufgefüllt und die weiteren Finisher bejubelt.

Dieser Lauf war erste Sahne. Tolle Strecke, klasse Helfer und ein Ambiente das einen gerne wieder kommen lässt.

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Sonntag, 28. Juni 2009
KiLL50

Nach dem STUNT landete gestern die 2. Einladungsmail in meinem Postkasten. Vor Wochen hatte ich eine Mail an Michael Neumann geschrieben und vergessen. Umso überraschter war ich seine Einladung zu lesen.

Der KiLL50 ist kein idyllischer Landschaftslauf. Er ist der böse Bruder vom HiLL50 und er ist länger. Die 50 steht für 50 Meilen, also etwa 80km.

Am 7./8.11. wird also auf unkonventionelle Weise nachts durch den Hildesheimer Wald gelaufen, Wildschweine inklusive.

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Freitag, 26. Juni 2009
400 Tage 'Täglich Laufen'

Meinen Jubellauf habe ich vorhin im schönsten Regen genossen.

Herrlich, 22° bei schönstem Wetter los gelaufen. Dann nach 2km begleitete mich eine dunkle Wolke auf meinem Weg und begoss meinen Lauf bis km 8. Die letzten 2km durfte ich dann wieder alleine fortsetzen.

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Montag, 22. Juni 2009
Run for Help

Wie schon im letzten Jahr startete ich mit Philipp beim Run for Help in Bad Lippspringe (BaLi). Wie schön das dieser Lauf so nah vor der Haustür liegt, so reisten wir entspannt am Vormittag an. Rainer von den Streakrunnern war schon lange vor Ort und begrüßte uns als erster, Marc und Todi waren schon fleißig beim Zeltaufbau. Klaus & Tina, Christoph & Jonah sowie Skeeve und Christel stießen auch noch dazu.

Nach der Anmeldung schlenderte ich mit Philipp in die nahe gelegene Fußgängerzone um mit einer Pizza noch für eine gute Grundlage zu sorgen. Der Zeltaufbau war rasch getan, flugs noch die Laufsachen an, dann konnte das Abenteuer 24h-Lauf starten.

Für mich galt es wieder eine lange Trainingseinheit für den STUNT zu laufen, lange auf den Beinen bleiben und wenn alles gut lief die 140km zu knacken. Philipp wollte sein Ergebnis vom letzten Jahr verbessern. Statt der normalen Laufschuhe startete ich in den Trailschuhen von La Sportiva ohne Pronationsstütze, was sich als richtige Entscheidung rausstellen sollte. Mit gut eingecremten Füßen kam ich ohne Blasen durch.

Meine Taktik war 4 Runden langsam laufen (~7min/km) und eine Runde zur Erholung gehen mit Verpflegung. Alle 5 Runden würde ich dann 3,1km in ~24min. zurücklegen. Dazu hatte ich noch die Einnahme von 1-2 Salztabletten geplant. Die Taktik ging prima auf, nach den ersten Runden hatte sich mein Tempo eingependelt und der geplante Schnitt ging voll auf. Nach 5:27h hatte ich den ersten Marathon erreicht und ich legte eine kurze Pause ein.

Die 100km Grenze erreichte ich nach 14:25h. Mehr als zufrieden. Leider begann in dem Moment ein heftiger Regenguss, der sich auch nicht wieder einstellte. Im Dauerregen zu Laufen hatte ich heute aber urplötzlich keine Lust zu, also bin ich flugs ins Zelt gekrochen und habe den Regentropfen zugehört die aufs Zeltdach prasselten. Darüber bin ich eingenickt und nach 2,5h erst wieder wach geworden.

Der Regen war zu Ende, also wieder raus aus dem Zelt und flugs weiter laufen. Die ersten Meter fielen etwas schwer, aber mit warm werdender Muskulatur lief es wieder wie vorher. Leider waren am Verpflegungsstand die Bananen und Äpfel ausgegangen, so hatte ich nur noch meine Salzbrezeln und Cola zur Verfügung. Blöder Fehler, auf weitere Eigenverpflegung hatte ich nach dem letzten Jahr verzichtet da ich das meiste davon wieder mit zurücknahm. Jetzt sollte es sich bitter rächen.

Nach 114km schlug der Hungerast unerbärmlich zu. Zum Glück hatte Klaus eine Tafel Schokolade für mich über, die ich Schritt für Schritt verzehrte. Nach ein paar langen Geh Runden kam die Kraft langsam wieder. Allerdings musste ich meine Taktik umstellen, aus 4 Runden laufen und 1 Runde gehen wurde Gefälle laufen und Steigungen gehen. So konnte ich annähernd meinen anfänglichen Schnitt wieder erreichen.

Am Ende bleiben für mich 205 Runden mit 130,2km stehen. Das ich auch gut 3h mit Regenpausen verplempert habe anstatt zu laufen macht das Ergebnis ganz zufrieden stimmend.

Philipp hat sein Vorjahresergebnis nicht ganz erreichen können, mit 79 Runden und 48,98km ist er nur knapp daran vorbei geschlittert.

Krönender Abschluss war der obligatorische Gang zur Eisdiele. Den hatten sich vor allem die Kinder verdient.

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Samstag, 6. Juni 2009
Mein erstes DNF

Es ist passiert, mein erstes DNF. Das es so kommen würde hätte ich nie gedacht. Aber wie heißt es so schön erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Aber von vorne.

Freitag hatte ich Urlaub und da mir zu Hause die Decke auf den Kopf fiel, bin ich schon sehr früh los. Gegen 15:30 treffe ich dann auch schon in Jena ein. Der Veranstalter beginnt gerade mit dem Aufbau. Promt treffe ich auf Volker Baader, wir haben uns schon bei der Brocken-Challenge gemeinsam bis ins Ziel gekämpft und beschließen hier wieder gemeinsam zu starten. Roland gesellt sich auch dazu, so hat sich eine prima Gemeinschaft gebildet.

Der Start verläuft recht gemütlich und führt auf direktem Weg in die Kernberge zur Horizontalen. Dieser schmale Wanderweg hat der Veranstaltung auch zum Namen verholfen. Wir sind im flotten Tempo unterwegs, das Profil ist anspruchsvoll. Immer wieder geht es rauf und runter. Lange kräftezehrende An- und Abstiege. Nach 3:03h sind die ersten 21km absolviert. Bis zur 2ten Verpflegungsstelle wird das Terrain noch wechselhafter und schwieriger. Ich merke wie langsam die Kräfte schwinden. In der Dunkelheit wandert es sich nicht mehr so flott, 4:06h benötigen wir für die nächsten 21km.

Was dann folgt ist ein Einbruch erster Güte. Meine Beine wollen nicht mehr, ständig stolpere ich über Wurzeln und Steine. Mir fällt es immer schwerer in der Dunkelheit meine Beine zu heben und einen Fuß vor den anderen zu setzen. Ich laufe nur noch mit dem Kopf. Mich kotzt alles nur noch an. Was ein Scheiß, warum mache ich den Mist hier eigentlich? Mit jedem Meter wächst die Gewissheit, an der nächsten Verpflegungsstelle steige ich aus. Ende. Vorbei. Ich habe mich so kaputt gemacht wie noch nie zuvor in meinem Leben. Anstatt sich für den STUNT aufzubauen, bricht mein Nervenkostüm in sich zusammen. Alles Absagen, BaLi, TU und STUNT. Ich bin am Ende. Völlig.

Ein paar hundert Meter vor der 3. Verpflegungsstelle passieren wir einen Rastplatz an der A4. Hier steht ein privater Verpflegungsposten an dem sich zwei Wanderer frisch machen. Ende, ich will nicht mehr weiter. Keinen Meter. Ich spreche die Leute an und frage nach einer Mitfahrgelegenheit zurück zum Start. Man hat erbarmen und nimmt mich mit. Volker ist auch durch das langsame Wandern so kalt geworden das er mit mir zusammen hier abbricht. Roland wünschen wir viel Glück, hier trennen sich unsere Wege.

Fazit: 64km gewandert und das erste Mal an meine Grenzen gestoßen. Ich habe überlegt ob ich mir in den letzten Wochen zuviel zugemutet habe? Eigentlich nicht, ich habe mir die Regeneration gegönnt die ich benötigte. Das "Wandern" hab ich wohl unterschätzt, langsames Laufen ist einfacher. Vor allem auf einem solchen Profil.

Ein gutes hat die Sache aber auch. Das sehe ich aber erst jetzt nach 7h Schlaf zu Hause. Ich kann beißen, kann mich bis zum Äußersten treiben auch wenn der Körper nicht mehr will. Beim STUNT wäre ich hier definitiv nicht ausgestiegen, da müsste man mich schon aus dem Rennen nehmen. Noch mehr Qual hätte mir hier aber nichts mehr gebracht. Die nächsten Wochen werden noch schwer genug werden.

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Sonntag, 24. Mai 2009
Laufwanderung

In der Woche nach dem Rennsteiglauf hatte ich zwar ordentlich Kilometer geplant, meine Beine aber riefen nach einer Pause. Unter der Woche habe ich mich zurückgehalten, das super Wetter lockte dann aber doch meine verrückte Idee umzusetzen. Eine Laufwanderung von Willebadessen über den Fernwanderweg E1 und Teilen des Radwanderweges R8 zurück nach Warburg. Heute Nachmittag dann der spontane Entschluss, jetzt los. Flugs die Bahnverbindung noch rausgesucht, den Trinkrucksack gepackt und los. Leider hab ich in der Eile meine Laufgamaschen vergessen, so hatte ich hinterher einiges an Ballast in den Schuhen.

Punkt 15:00 startete ich am Bahnhof in Willebadessen, die Wanderkarte leistete prima Dienste. Das Orientieren klappte noch wie zu Bundeswehr Zeiten. Berghoch flottes gehen, auf den Geraden langsames laufen. Zwischendurch stehen bleiben und die Natur genießen. Herrlich! Die Digicam war permanent im Einsatz. Am Hammerhof habe ich mir eine große Apfelschorle gegönnt. Herrlich so schön kühl, aber 0,5l waren dann doch etwas zu viel zum Laufen. Auf den nächsten 2km musste ich mit der Kohlensäure kämpfen.

Nach ~21km fiel das langsame Laufen schwerer, verausgaben hatte ich heute nicht vor, also verfiel ich in einen flotten Wanderer Schritt. Die nächsten Kilometer passierte ich im Tempo um 9:30 min/km. Eine gute Übung für die Langstreckenwanderung "Horizontale um Jena".

Nach 4:33h und 33km kam ich gut gelaunt wieder zu Hause an. Den Spaß muss ich öfter machen, die Südegge läd echt zum Laufen ein.

Streak aktuell: 367 Tage.

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Freitag, 22. Mai 2009
Hall of Fame erreicht!

Ein Jahr lang Laufen. Jeden Tag die Schuhe schnüren und vor die Tür. Ob Sonne, Hagel, Regen oder Schnee. Ich hab es genossen, jeden Meter. Der erste Abbruch nach 188 Tagen tat weh, aber es war damals nötig. Diesen Punkt bei der zweiten Serie wieder zu erreichen war schon ein tolles Gefühl. Danach kam schon das nächste Jubiläum, 200 Tage. Und eh man sich versah waren auch die 300 Tage erreicht. Der Schlussspurt bis zur HoF verging dann wie im Fluge. Heute, nach meinem Jubiläumslauf, muss ich sagen es ist die wichtigste läuferische Erfahrung die ich bisher gemacht habe. Man muss schon ein wenig stur sein, ein bisschen Unvernunft gehört auch dazu. Es schult die Disziplin und hilft Ziele im Leben konsequent zu verfolgen.

Die Pflicht ist geschafft, jetzt beginnt die Kür. Wie Elke so schön sagt "Jeden Tag, jeden Tag neu!". Einfach nur Laufen und das Leben genießen, egal was kommt. Wie lange die Serie schließlich dauern wird, wird die Zukunft zeigen. Viele Dinge sind vorherbestimmt oder lassen sich durch uns nicht beeinflussen.

Wahr sind nur die Erinnerungen, die wir in uns tragen, die Träume, die wir spinnen und die Sehnsüchte, die uns treiben. (aus "Die Feuerzangenbowle" )

Streak aktuell: 365 Tage, 4.235km!

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Sonntag, 17. Mai 2009
Aua! Auslaufen

Ich war gerade auslaufen. 2,56km in 22:44min macht einen Schnitt von 8:53 min/km

Streak aktuell: 360 Tage.

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Sonntag, 17. Mai 2009
Ein besonderes Wochenende

Am Donnerstag Mittag ging es schon zur 26. Etappe des Transeuropalaufs nach Waldkappel. Die Teilnehmer waren auf dieser kürzeren Etappe schon alle im Ziel, so das mein anvisierter Treffpunkt - der letzte VP mit Uli Schulte - schon abgebaut war. Also folge ich den orangen Pfeilen bis zum Etappenziel. Das Gewusel vor Ort kannte ich vom Baltic-Run. Die meisten Läufer waren mit sich selbst beschäftigt und warteten aufs Abendessen. Nach ein bisschen Klönschnack war schon um 21:00 Uhr das Licht aus. Um 4:00 Uhr hieß es schon wieder aufstehen, da der Start der nächsten Etappe um 6:00 erfolgte. Ich begleitete die Läufer für ein paar Kilometer und verabschiedete mich dann. Nach dem Duschen konnte ich noch den Start der schnellen Truppe um 7:00 Uhr beklatschen.



Danach ging es weiter Richtung Eisenach zum 37. GutsMuths-Rennsteiglauf.




8:00 Uhr, so früh war ich noch nie in Eisenach. Also erst einmal zu McD. und ausgiebig frühstücken. Die Zeit danach habe ich dann mit dem Besuch der Wartburg und einem Bummel durch die Geschäfte verbracht. Mit Ramona & Henry und Freunden traf ich mich dann zum Essen, später kamen noch Tina & Klaus dazu. Nach dem Abholen der Startunterlagen ging es weiter nach Schmiedefeld. Auf dem Weg kam man an einigen Abschnitten des Laufs vorbei, was schon ein leichtes Kribbeln auslöste.
In diesem Jahr war ich im 'Haus am hohen Stein' einquartiert, die Schule vom letzten Jahr gefiel mir aber deutlich besser. War aber auf Grund meiner verspäteten Anmeldung bereits ausgebucht. Für den frühen Transport nach Schmiedefeld stellte ich den Wecker auf 2:20 Uhr, meine Sachen hatte ich passend zurecht gelegt. Nach dem Frühstück im Hotel Thüringer Hof ging es zu den Bussen. Eigentlich wie jeder Transport, nur dieser verursachte kurz vor Eisenach unangenehmes Magenkribbeln. Dem Fahrer war der Motor abgestorben, so standen wir mit Warnblinkanlage ca. 10km vor Eisenach auf der A4. Die ersten Startversuche blieben erfolglos, erst nach Aufstellen des Warndreiecks sprang der Bus zur Erleichterung aller wieder an. Glück gehabt!

In Eisenach trafen sich die Streakrunner am Brunnen auf dem Marktplatz.



Nach meinem "Waterloo" im letzten Jahr wollte ich diesen Lauf als Vorbereitung auf den Stunt verhalten angehen. Zeit egal. Bis zum Großen Inselsberg bin ich alle Anstiege gegangen um meine Kräfte einzuteilen, langsam bergab ist auch meinem Rücken besser bekommen. Unterwegs blieb dann auch Zeit für das ein oder andere Foto.



Die Einteilung hat sich bezahlt gemacht, ab Kilometer 60 konnte ich viele Läufer berghoch noch überholen. Am Ende blieb für mich der 973. Gesamtplatz mit 8:37:28h stehen. Mehr als zufrieden! Leider mal wieder mit einer Blase an der rechten Ferse trotz passender Einlagen, aber sonst ohne Probleme. Da werde ich wohl noch ein wenig tüfteln müssen.

Nach einer heißen Dusche ging es zu Klaus ans Wohnmobil. So nach und nach trafen sich hier die Streakrunner. Es wurde viel erzählt, gelacht und reichlich Kekse und Köhlerküsse verspeist. Danach hab ich mich dann noch mit Thommy und Elke ins Gewühl im Festzelt gestürzt. Letztes Jahr hatte ich das leider komplett verpennt. Diesmal gibt es dafür ein paar Impressionen.



Wie schön das es am 8. Mai 2010 wieder einen Rennsteig Supermarathon gibt, in meiner Euphorie habe ich mich im Ziel gleich wieder dafür angemeldet.

"Diesen Weg auf den Höh'n bin ich oft gegangen, Vöglein sangen Lieder.
Bin ich weit in der Welt habe ich Verlangen, Thüringer Wald nur nach dir.
"

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Montag, 4. Mai 2009
Restplanung für den STUNT

Für die letzten Wochen bis zum STUNT habe ich jetzt die grobe Planung festgelegt. Die längeren Wettkämpfe mussten auch Berücksichtigung finden. In wie weit die Wochen so gelaufen werden, wird sich zeigen. Wenn mehr Regeneration benötigt wird, werde ich sie mir genehmigen.

Die gesamte Vorbereitung wird dann ~3400km betragen.

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