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Laufen ist meine Leidenschaft

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Sonntag, 4. Juli 2010
4.thüringenUltra 2010

...oder Hitzeschlacht in Fröttstädt



Ich bin schon seit Stunden wieder zu Hause, aber mit dem Kopf noch nicht richtig wieder angekommen. Die Erlebnisse dieses intensiven Wochenendes müssen erst einmal verarbeitet werden. Dieser Lauf war in jeder Hinsicht extrem. Das Wetter, Hitze bis zu 38°C im Schatten, und ein Lauf der in allen Details seines gleichen sucht. Die Strecke, die Teilnehmer, die Mitläufer - Alles hat gepasst an diesem Wochenende.

Es begann am Freitag Mittag, ich mache früh Feierabend um entspannt in dieses Laufwochenende zu starten. In Thüringen möchte ich mir nach 2009 meinen 2ten Stern beim 100km Lauf des "Lauffeuer" Fröttstädt e.V. holen. Dieser 4.thüringenUltra führt auf einem 100km Rundkurs durch schönste Landschaft mitten im Herzen Deutschlands. Hinter dem Lauf steht als Macher Gunter Rothe mit seinem Team.

Die Entscheidung hier zu starten fiel früh im Jahr, zu trainieren allerdings erst am 1. Juni. So war ich mir meiner Entscheidung hier wirklich zu starten nicht sicher. Den ein oder anderen Trainingskilometer hatte ich absolviert, aber nach dem Rennsteiglauf quasi nichts mehr gemacht. Und den hatte ich auch nur mit Ach und Krach beendet. Wie sollte das denn bei einem 100km Lauf werden? Zum Glück war dies nicht mein 1ter Ultra über diese Distanz und mir war klar das ich die fehlenden Trainingskilometer durch mentale Stärke ersetzen konnte.

Der Start erfolge um 4:00 Uhr in der Früh, so ließen sich die ersten Kilometer bei angenehmen Temperaturen laufen. Im laufe der Zeit merkte man das Quecksilber deutlich steigen, bei jedem Meter in der Sonne hatte man das Gefühl man wird gebraten. Bis km 51 spielten meine Beine auch noch ganz gut mit, dann begann ein langer und beschwerlicher Aufstieg bis km 56. An dieser Verpflegungsstation traf ich Annette und Günther wieder. Die zwei saßen auf der Bank und erholten sich vom Aufstieg.



Mir hatte dieser Berg schwer zu schaffen gemacht, ich war mir nicht sicher ob ich diesen Lauf überhaupt erfolgreich beenden könnte. Zum Glück liefen wir ab dort zu dritt. Ich hatte mich vom Laufen schon verabschiedet und wanderte in Gedanken schon ins Ziel. Günther ermunterte mich es wieder mit Laufen zu versuchen "das lockert die Muskulatur". In der Tat, das half. Langsam schlufften wir voran und motivierten uns gegenseitig, mal lief Annette voraus, mal Günther, mal ich. Annette wurde von Ihrem Mann begleitet der sie an jeder Verpflegungsstation liebevoll umsorgte. Dies war ihr erster 100er und sie schlug sich mit Bravour.



Zwischenzeitlich gesellte sich noch ein 4ter Läufer zu uns, Olaf Schmalfuss, in Läuferkreisen nicht unbekannt. Bis km 80 bleib diese Truppe zusammen, dann mussten wir Annette ziehen lassen, unsere Beine wurden immer schwerer und sie war wohl in der Form ihres Lebens. Olaf setzte ihr nach um sie zu begleiten, Günther und ich blieben zurück und wir motivierten uns gegenseitig bis zum Ziel. Die letzten Kilometer wurden für uns beide immer beschwerlicher, Laufen war nicht mehr drin, die Beine waren alle. So wanderen wir flotten Schrittes voran und freuten uns auf km 95. Hier wartet auf die Läufer eine Riesen Überraschung. Mitten auf dem freien Feld hat man einen Versorgungspunkt aufgebaut, der aber mit einem Aussichtsturm bestückt ist und mit mannshohen Boxen die Läufer schon von weitem beschallt. Letztes Jahr standen mir hier schon die Tränen in den Augen, diesmal war es nicht besser. Ich wollte diesen bewegenden Moment auf Video festhalten, vergaß aber in der Aufregung auf den Auslöser zu drücken.

Die letzten 5km zogen sich dann wie Gummi, das Ziel wollte irgendwie nicht näher kommen. Dann war es aber doch geschafft. Nach 17:13:19h waren wir im Ziel. So fertig wie nach diesem Lauf war ich noch nie, selbst bei meinem Ausscheiden beim STUNT im letzten Jahr ging es mir besser. Vor allem die Hitze und mein schlechter Trainingszustand haben mir erheblich zugesetzt. Im laufe des Tages hab ich ~16 Liter Getränke in mich hinein geschüttet.

Im kommenden Jahr soll es auch einen 100 Meilen Lauf geben, der würde mich ja auch reizen. Aber da ich noch eine Rechnung in Sibbesse aufhabe werde ich mich am 2. Juli 2011 mit 100km begnügen und mir meinen 3ten Stern holen.



Wir sehen uns in Fröttstädt.

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Montag, 7. Juni 2010
Laufend glücklich sein

Gestern ging eine wunderschöne Woche zu Ende. Endlich wieder regelmäßig gelaufen, einen tollen Wochenendausflug mit meinem Sohn verbracht und zum krönenden Abschluss einen langen Regenlauf.

Am letzten Montag stand ich auf der Waage, 70,7kg und 14,4% KFA. So kann's nicht weiter gehen, in gut 4 Wochen ist der TU und ich verfette immer mehr. Von meiner Kondition ganz zu schweigen. Mit dem Ende meines letzten Streaks ist meine Kondition immer mehr flöten gegangen, beim Rennsteiglauf habe ich mich noch einigermaßen über die Berge geschleppt, aber der ist ja auch nur 73km lang. Wie soll das nur beim TU werden.

Also seit letzten Dienstag wieder regelmäßig die Laufschuhe geschnürt und täglich eine Runde gelaufen. Die ersten Male sind echt schwer gefallen, bis Samstag hab ich immerhin 40km zusammen bekommen. Samstag ging es dann mit Rad und Zelt mit meinem Sohn zum Edersee, 50km hin und am Sonntag zurück. Es hat riesen Spaß gemacht, Philipp hatte auf dem Hinweg Rückenprobleme und es war einiges an Überzeugungsarbeit nötig um weiter zu radeln. Nach 2/3 des Weges wäre umkehren auch blöde gewesen. Die Rückfahrt verlief viel besser für ihn, an der Sitzposition müssen wir noch etwas arbeiten bis zum Sommer.

Wieder Zuhause war es mir zum Laufen noch viel zu warm, also warten bis zum Abend. Dann bezog es sich aber mächtig, die Temperaturen waren mit 26 noch sehr warm. Insgeheim hoffte ich auf einen kühlenden Regenschauer. Auf den ersten Metern fielen nur ein paar Tropfen, das war's schon? Schade. Dann nach 2km setzte ein leichter Sommerregen ein, es stürmte und Blitze zuckten am Himmel. Herrlich. Ich sah keine Menschenseele mehr draußen, war alleine mit der Natur und dem Regen. Ein paar verschreckte Radler saßen im Cafe und sahen mich entsetzt an. Mittlerweile goss es in Strömen und ich war nass bis auf die Haut.

Dieser Geruch, diese Stille, nur das zwitschern der Vögel war zu hören,... unbeschreiblich schön. So genießen kann ich den Regen allerdings nur beim Laufen. Tap tap, patsch. Wieder in eine Pfütze getreten. Hoffentlich hört dieser Regen nicht auf. Es wird schon wieder heller und regnet nur noch leicht, trotzdem laufe ich meine 15km Runde zu Ende. Zwischendurch bleibe ich stehen und wringe mein Laufshirt aus. Dabei muss ich an das Buch von Bernhard Sesterheim denken, "Running Emotions - Laufend glücklich sein". Ich bin es, laufend glücklich.

Mit 55km hab ich so viele Kilometer wie schon lange nicht mehr in einer Woche gesammelt.

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Dienstag, 25. Mai 2010
Was wirklich wichtig ist

Man findet ja im www die interessantesten Zitate. Auf der Seite zweier Weltenbummler ist mir aber ein Text ins Auge gefallen der es wirklich auf den Punkt bringt.

Es bringt nichts, seine Bedürfnisse für eine bestimmte Zeit aufzuschieben. Denn glaubt man, diese Zeit irgendwann zu bekommen, wird man wohl feststellen müssen, dass dies eine Illusion ist. Man muss sie sich im Hier und Jetzt nehmen. Seinen Alltag so gestalten, dass man Zeit für sich und seine Bedürfnisse hat. Am Ende des Lebens rechnet dir keiner vor, wie viele Stunden du gearbeitet hast um dir eine Belohnung zu geben. Und alles Geld, was du verdient hast, und nicht ausgegeben hast, kannst du auch nicht mitnehmen. Materielles spielt am Ende keine Rolle, sondern nur, deine Zufriedenheit über dich und dein Leben und liebe Menschen, zu denen du eine Beziehung aufgebaut hast. Nicht Geld, Wohlstand und Karriere bleiben, sondern "Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die Größte unter ihnen."(1. Korinther 13,13)
Quelle.

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Montag, 10. Mai 2010
Rennsteiglauf



Nur zwei Wochen nach dem Hermannslauf fuhr ich am Freitag morgen mit leichtem Grummeln im Magen zum Rennsteiglauf nach Thüringen. Meine Vorbereitung war nicht sonderlich gut und ich hatte lange überlegt ob es nicht sinnvoller wäre auf den Marathon umzumelden. Andererseits lockte gerade die Versuchung des Super-Marathon, schließlich wird eine Distanz über 72,7km vor allem mit dem Kopf gelaufen.

Auf dem Weg nach Eisenach fiel mir ein Wohnmobil auf. "Hm, das kennst du doch" Genau, ein Bielefelder auf dem Weg zum Rennsteig. Klaus und Tina waren vor mir. Auf der Mini A4, das Stück ist ganze 3km lang! , überholte ich die Zwei und winkte ihnen zu. Mit dem Pkw konnten sie nichts anfangen, erst ein Anruf löste das Rätsel. So zuckelte ich langsam vor ihnen her und wir kamen gemeinsam in Eisenach an. Dort trafen wir die anderen Foris aus dem Streakrunner Forum und machten es uns beim Italiener gemütlich.

Nach der Ausgabe der Startunterlagen machte sich jeder auf den Weg. Einige meldeten Krankheitsbedingt auf andere Strecken um oder mussten noch nach Neuhaus um auch dort die Unterlagen für den Marathon abzuholen. In Schmiedefeld wollten wir uns dann alle wieder sehen. Die Fahrt dorthin wurde etwas beschwerlich, Baustelle auf der A4 und ein Stau auf der A71 zogen die Fahrt in die Länge. Trotzdem war ich sehr zeitig an der Impuls-Schule in Schmiedefeld und konnte mein Lager aufschlagen.

Um 2:00 Uhr in der Früh klingelte der Wecker. Aufstehen! Was eine unchristliche Zeit. Aber der Bus zum Start nach Eisenach fährt früh um 3:30 Uhr und vorher wird noch in Ruhe gefrühstückt. Zeit zum Schlafen im Bus blieb nicht, Ecky saß neben mir. Und wer den sympatischen Berliner Straßenbahn Fahrer mit Berliner Schnautze kennt, weis warum man nicht zum schlafen kommt. Die Fahrt wurde jedenfalls nicht langweilig, auch von einer Buspanne wurde ich in diesem Jahr verschont, so kam ich hellwach in Eisenach an. Auf dem Markt herrschte schon reges Treiben.

Es liefen einem wieder viele bekannte Gesichter über den Weg. Unter anderen auch Sigrid Eichner. Sie startete heute in der W70 bei ihrem 1.500 Marathon. Den ersten ist sie vor dreißig Jahren hier gelaufen. Eine irre Leistung. Die Streakrunner trafen sich wie zuletzt am Brunnen, nur das Gruppenfoto hab ich irgendwie verpasst. Dann ging es auch schon los, ganz entspannt von weit hinten. Nur nicht zu schnell, ich will trotz meines miserablen Trainingsstandes ankommen.

Die ersten km in Eisenach verlaufen recht flach, dann geht es bergauf bis zum Großen Inselsberg. 25km auf denen man sich zurück halten sollte, denn danach folgen noch viele Höhenmeter. Auf dem Abstieg vom Inselsberg hatte ich auf einmal Evi vor mir, ich kannte sie von der Harzquerung im letzten Jahr. Hier liefen wir viele Kilometer gemeinsam weiter, bergab war sie schneller, berghoch holte ich sie wieder ein. Zwischendurch wurde viel gequatsch, so vielem einen die Kilometer viel leichter. Ab km 60 musste ich sie aber ziehen lassen, der Tank war leer. Das ich es überhaupt so weit laufend geschafft hatte grenzt an ein Wunder. Manch anderer hätte sich mit meiner "Vorbereitung" nicht mal an einen Halb-Marathon gewagt. Aber gelaufen wird ja mit dem Kopf und der war heute gut.

So musste ich die letzten 12km halt wandernd zurücklegen. Aber auch die wurden nie langweilig. Der herrliche Thüringer Wald mit zeitweise imposanten Ausblicken entschädigte für die müden Muskeln. Zum Schluss fand sich auch noch ein Leidensgenosse mit dem ich gemeinsam die letzten Kilometer zurücklegte. Nach der letzten Kurve wechselten wir noch einmal in den Laufschritt und genossen den Zieldurchlauf. 10:35:58h. Geschafft. Mein 39. Marathon und mehr und mein 3. Rennsteiglauf. Eigentlich wollte ich mir in Ruhe überlegen ob ich im kommenden Jahr wieder starte, aber in meiner Euphorie im Ziel ist es mir dann doch wieder passiert. Ich konnt's nicht lassen und hab mich gleich wieder angemeldet. Also werden wir uns auch im kommenden Jahr dort wiedersehen. Dann hoffentlich auch wieder im Festzelt. Diesmal hab ich meine müden Knochen nicht mehr hochbekommen und bin im Schlafsack eingepennt.

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Montag, 15. März 2010
Heiße Duschen in Bad Salzuflen

Eines vorweg, diesmal gab es heiße Duschen beim 13. Bad Salzuflen Baukasten Marathon. Das hat wohl noch nie einer erlebt, außer die ersten Finisher vielleicht. Eventuell lag's am zusätzlich aufgestellten Duschcontainer, wer weis. Jedenfalls sehr angenehm, ich hatte mich schon auf eine Katzenwäsche und miefige Rückfahrt eingestellt.

Aber von vorne, der Lauf war vom 27. Februar auf Grund der Eisglätte auf den 13. März verschoben worden. Einige der angemeldeten Teilnehmer hatten daraufhin abgesagt, so das nur rund 1200 Läufer auf das Rund oberhalb der Grundschule Elkenbrede gelassen wurden. Ich war wie im letzten Jahr mit meinem Vereinskollegen Rainer angereist. Von den Streakrunnern haben wir noch Christel und Ole getroffen. Klaus und Rainer waren leider nicht am Start, den Rest haben wir verpasst.

Punkt 12:15 Uhr wurden wir auf die Piste gelassen. Ole begleitete 2 junge Damen von 17 Jahren die einige Runden laufen sollten, das er aber insgeheim 5 Runden geplant hatte lies er indes nicht verlauten. Das hätte die zwei auch abgeschreckt. Am Ende lief eine auf dieser schweren Strecke ihren ersten Marathon, die zweite musste leicht Erkältet doch vorher raus. Eine klasse Leistung.

Die Strecke war im Vergleich zum Vorjahr gut zu laufen, für meinen Geschmack hätte es gerne etwas mehr Matsch sein können. Dann macht so ein Cross-Lauf doch erst richtig Spaß. Diesmal hab ich es kontrollierter angehen lassen, hin und wieder den Puls kontrolliert und Runde um Runde abgespult. Ab km 28 merkte ich aber doch, mir fehlen die langen Trainingseinheiten. Die 4. Runde gestaltete sich schon zäh, in der 5. wurden die Gehpausen immer länger. Dafür schmeckte das Bier bei km 41 umso besser.

5:06:18h, was will man mehr. Es war eine schöne lange Trainingseinheit, wenn auch mit deutlichen Nachwehen. Aber was soll's, Bad Salzuflen war mal wieder eine Reise wert. Leider hatte ich hinterher nicht so viel Zeit, so das wir uns nach den heißen Duschen zügig auf die Heimreise machten.

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Sonntag, 7. März 2010
Erkenntnis des Tages

Private Tiefschläge führen manchmal zu den merkwürdigsten Reaktionen. Unter anderem ist deswegen auch mein letzter Streak gerissen. Der Kopf wollte nicht mehr. Ende. Aus.

Eine Lösung ist dies aber auch nicht. Eine Lösung war Reden, viel reden und wieder vertrauen. Und es hat geholfen. Raus aus dem Sumpf, zurück auf die Straße des Lebens.

Auch wenn man erst Riesen Bammel hatte, war das Ergebnis doch nachher umso schöner. Dann auch noch das schöne sonnige Wetter der letzten Tage, da blüht die Seele wieder auf.

Fazit:
Laufen ist nicht alles!
Ohne Laufen ist alles nichts!


Also läuft seit gestern mein 4. Streak.

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Montag, 26. Oktober 2009
Röntgenlauf 2009 oder Meine Auferstehung



12 Wochen nach meinem Aus beim STUNT stand der Röntgenlauf über 63,3km auf dem Programm. Gemeldet war ich wie immer schon frühzeitig, leider hatte ich in meinen Planungen nicht einbezogen das ich fast ohne Training an den Start gehen sollte. Der Shin Splint vom STUNT war schnell auskuriert, dann ereilten mich aber Rückenprobleme die wochenlang kein Training zuließen. Mehrere Orthopäden konnten die eigentliche Ursache nicht finden, erst ein Physiotherapeut half mir weiter. In den verbleibenden 3 Wochen konnte ich allerdings nicht mehr viel aufholen. Der letzte lange Lauf war mit 19km nicht gerade wirklich lang für einen Vorbereitungslauf, zeigte mir aber deutlich auf wo meine Grenzen lagen. Zum Glück kann man sich auf der Strecke noch um entscheiden und wenn nichts mehr geht steige ich halt im Marathonziel aus.

Die Anreise nach Remscheid erfolge schon am Vortag, dies auch noch sehr früh, weil ich mit ein paar anderen Radlern verabredet war. Wir wollten den Röntgenweg vorab noch mit dem MTB erradeln. Ob das jetzt Sinnvoll war, darüber lässt sich vortrefflich streiten. Spaß gemacht hat es allemal und auf die paar Körner kam es dann auch nicht mehr an. Jedenfalls konnte ich nach den 52km gut schlafen.

Am Starttag war ich mit einigen anderen Streakrunnern noch in der Turnhalle verabredet. Gemeinsam mit Ramona, Elke, Christel und Klaus begab ich mich auf die Reise um Remscheid. Elke würde nur den Halbmarathon laufen da sie in Kürze beim NY Marathon startet. Klaus, unser angeblich langsames Krümelmonster, hatte es heute scheinbar eilig und war nach ein paar Kilometern entschwunden. Ob er Angst hatte das wir ihm an den Verpflegungsständen nichts mehr überlassen? So trotteten Ramona, Christel und meine Wenigkeit als Trio über den Röntgenweg.

Das Wetter meinte es gut mit uns, der Regen in der Nacht hatte die Strecke aufgeweicht aber nicht unpassierbar gemacht. Der Nebel verschwand langsam und bei angenehmen Temperaturen kam später sogar die Sonne hervor. Wir liefen plaudernd über die Strecke und genossen den Tag. Bei km 25 bekam Christel an einer heftigen Steigung Kreislaufprobleme. Die aber mit Hilfe einer begleitenden MTB Fahrerin und einer Pause überwunden wurden. Ab km 30 merke ich das meine Kräfte in den Beinen zu Ende gingen, aber da ein Ultra ja vor allem mit dem Kopf gelaufen wird war ich mir sicher das ich heute ankommen würde. Christel hatte da so ihre leisen Zweifel, wir ließen ihr aber keine Chance sich diesen Gedanken hinzugeben. Wir würden gemeinsam das Ultraziel erreichen.

Am Marathonziel waren wir fast die letzten die sich auf den letzten Abschnitt machten. Zu unserer Überraschung stand auch Sabine plötzlich vor uns, mit ihr hatten wir hier gar nicht gerechnet. Christel gab das kurze Treffen aber sichtlichen Aufschwung. Der letzte Teil würde auch etwas leichter werden, die schlimmsten Steigungen hatten wir hinter uns und freuten uns auf die flachen Abschnitte an der Wuppertalsperre entlang. Dann kam noch ein "böser" Anstieg kurz vor dem Ziel und wir hatten es geschafft. Nach 9:02:35h liefen wir gemeinsam und fast als letzte über die Zielmatte. Christel hatte nach den 24h von BaLi ihren ersten "richtigen" Ultralauf bestanden und war überglücklich. Ramona und Elke mussten jetzt noch den zweiten Teil ihres Interviews mit einem Reporter des rga bestreiten. Für mich war es ein toller Lauftag, mein 35 Marathon und mehr. Langsam aber angekommen und nur das zählt.

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Mittwoch, 5. August 2009
STUNT 100



Auf diesen Lauf habe ich mich so intensiv vorbereitet wie noch nie zuvor in meinem Läuferleben, es sollte das Highlight des Jahres werden. Wurde es auch, leider anders als geplant. Aber dazu später mehr.

Am Freitag wollte ich auf dem Weg zum Bahnhof noch Kokosöl kaufen um gegen die Zecken gewappnet zu sein. Nach dem Einkauf übersah ich beim Losrollen mit dem Rad, das der Bordstein höher war als üblich, und mein linkes Knie machte unliebsamen Kontakt mit dem Asphalt. Das fing ja gut an. Der weitere Verlauf des Tages ging dann zum Glück ohne weitere Unglücksfälle vorüber.

Die Ausrüstung stand zu Hause gepackt und brauchte nur noch ins Auto geladen werden. Die Anreise nach Sibbesse ist von mir nicht weit, nur rund 100km, aber durch die Landstraßen eben nicht schnell zu erreichen. Nach 1 3/4 Std. kam ich am Sportplatz in Sibbesse an. Es waren schon einige Teilnehmer vor Ort die ich begrüßte. Die Kinder verteilten Namensaufkleber und erfassten die angereisten Teilnehmer. Schön wenn so die ganze Familie eingebunden ist. Das ganze Wochenende fühlte sich wie ein einziges Familienfest an, eben wie ein Lauf unter Freunden.

Mit etwas Verspätung eröffnete Hansi das Briefing und erklärte neuralgische Stellen des STUNT. Für die alten Hasen uninteressant aber für die Novizen von großer Bedeutung. Wer möchte sich schon auf einer 100 Meilen Strecke verlaufen und zusätzliche Kilometer sammeln. Danach stürzten sich alle auf das Buffet und ließen den Abend in Vorfreude auf den morgigen Tag ausklingen.

Nach einer geruhsamen Nacht im Zelt gab es um 6:30 Uhr Frühstück. Dann präparierte ich mich für den Lauf, Brustwarzen abkleben und mögliche Scheuerstellen einschmieren. Die Füsse wurden noch einmal mit Hirschtalgfett eingecremt, dann konnte es losgehen. Von Hektik war überhaupt nichts zu spüren, die Anspannung war weg und man freute sich bei bestem Wetter auf die Strecke. Hansi lies uns dann nach einer kurzen Ansprache loslaufen.

100 Meilen sind lang, wirklich lang. Also wollte ich sehr vorsichtig beginnen und mir meine Kräfte einteilen. Ich will diesen Lauf Finishen, Zeit egal. Hauptsache ich komme im Ziel an. Die ersten Kilometer zog sich das Feld nur wenig auseinander, an den ersten Verpflegungsstellen sah man die schnelleren Läufer meist wieder. Viele Streckenabschnitte kannte ich schon von den Bildern von Rainer Lohstroh. Jetzt aber über diese traumhaften Singletrails auf dem Kammrücken zu laufen war einfach himmlisch.

Die Orientierung war einfach, wie Hansi es empfohlen hattem, immer einen Finger auf der Karte. Dazu die Markierungen an den Bäumen, wer nicht total unaufmerksam war konnte sich eigentlich nicht verlaufen. Trotzdem schafften es einige. Der erste Ausfall erwischte Heinrich Dahmen, ein sehr erfahrener Ultraläufer, hier beim STUNT aber leider vom Pech verfolgt. Diesen Lauf konnte er wieder nicht Finishen, sein Magen rebellierte und er konnte nichts bei sich behalten. Schade. Er stieg bei Kilometer 69,7 aus. Ich lief dann mit Thomas Hildebrand-Effelberg weiter. Wir wollten gemeinsam durch die Nacht laufen.

Am Ende der zweiten Runde fanden wir leider in der Dunkelheit den Ausstieg aus dem Wald nicht. Wir waren uns sicher wo wir waren, also riefen wir Hansi an und ließen uns zurück lotsen. An der richtigen Stelle waren wir tatsächlich vorbei gelaufen und hatten ein paar hundert Meter zuviel zurückgelegt. Insgesamt hat uns die Sucherei 1/4 Stunde gekostet.

Ab Kilometer 82 merkte ich das mit meinem rechten Knöchel etwas nicht in Ordnung war. Ab Kilometer 90 fing er richtig an zu schmerzen. Ich lies im Ziel Bescheid sagen das ich Eis benötigte. An laufen war im Moment nicht mehr zu denken, ich wollte den Fuß schonen und ging nur noch. Nach 100km machte ich im Versorgungszelt in Sibbesse erst einmal eine größere Pause. Schuhwechsel, Kleidertausch und ordentlich verpflegen. Danach legte ich mich für 25 Minuten schlafen. Es ging wieder etwas besser, also wagte ich mich alleine als Letzter auf die dritte Runde. Das dreier Damengespann das vor mir los war hatte ich nach einem Kilometer eingeholt und ich gesellte mich dazu. Gemeinsam hangelten wir uns von Verpflegungsstation zu Verpflegungsstation.

Der Aufstieg zum Tosmarsberg war lang und beschwerlich, vor allem wenn man schon 116 Kilometer in den Beinen hat. Oben wartete Michael Neumann mit seinem "STUNT' IN". Jeder bekam eine Blumenkette und wurde gebührend empfangen. Der Abstieg war nicht so schlimm wie befürchtet, es lief noch ganz gut und ich freute mich über den anschließenden Single Trail. Zurück am Sportplatz in Diekholzen machten wir nur kurz Pause und trabten langsam weiter. Jetzt galt es noch einmal den Höhenzug zu überwinden den wir schon auf dem Hinweg überquert hatten. Der Abstieg nach Barfelde war steil, ich konnte ich nur mühsam gehen und kam nur im Schneckentempo voran. Die Schmerzen wurden unerträglich. Dann bemerkte ich die Rötung über meinen Gamaschen, darunter sah es viel schlimmer aus. Mir war in dem Moment klar. Hier ist Ende. Sibbesse hätte ich vielleicht noch erreicht, die letzte Runde hätte ich im Zeitlimit aber niemals geschafft. Also war für mich in Barfelde nach 134 Kilometern Schluss.

Aus der Traum. Aber irgendwie war es nicht schlimm. Keine Enttäuschung, keine Leere im Kopf. Ich habe funktioniert, nur mein Körper nicht. Ich wollte ins Ziel, habe mich 44km mit Schmerzen weiter gequält. Die Einstellung hat gestimmt, ich hatte kein mentales Problem. Aber es hat hier und heute einfach nicht sollen sein.

Die Rückfahrt im Auto war schon komisch. Im Ziel dann erst einmal etwas Essen und den Fuß kühlen. Hans-Dieter Weißhaar, teilnehmender Läufer und Arzt, begutachtete meinen Fuß und diagnostizierte zumindest keine Sehnenentzündung. Nur ein klassischer Shin-Splint, eine typische Überbelastung. Damit hatte wohl jeder Langstreckenläufer schon einmal zu tun. Jetzt heißt es erst einmal vier Wochen Laufpause. Mein Streak ist damit auch gerissen, aber dieses Risiko bin ich ja eingegangen.

Nach der Dusche wurde dann weiter gefuttert, man was hatte ich einen Hunger. Einige der Läufer waren schon im Ziel, andere noch auf der letzten Runde. Jeder Ankömmling wurde von allen bejubelt. Es war eine familiäre Stimmung wie ich sie noch nie erlebt habe. Auch die Helfer waren einzigartig, man versuchte einem jeden Wunsch von den Lippen abzulesen.

Heiner Schütte der am Anfang noch so massive Magenprobleme hatte und erst bei Kilometer 100 aussteigen wollte hatte sich in der Nacht wieder berappelt und schaffte es als letzter noch im Zeitlimit. Damit hatte dieser STUNT die geringste Ausfallquote seit bestehen.

Vor der Siegerehrung wurde von Wolfgang Olbrich in seiner Funktion als Sportwart der Deutschen Ultramarathon Vereinigung dem TSV Sibbesse ein Glasschild für das Clubhaus (DUV-Förderstützpunkt) überreicht. Nach den Finishern bekam ich noch eine Urkunde über 100 Kilometer Trail-Option, war ich doch der einzige der Aussteiger der diese Distanz erreicht hatte.

Für 2010 steht der Baltic-Run an, aber in 2011 habe ich noch eine Rechnung in Sibbesse offen.

Danke an Hansi und all die klassen Helfer für dieses unvergessliche Wochenende.

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Sonntag, 19. Juli 2009
GMHütter Null

Es war einmal wieder soweit meinen Lieblings Ultra, die GMHütter Null, zu besuchen. Diesmal die 44. Ausgabe und meine 5. Teilnahme in Folge. Als Belohnung winkte das gelbe Leibchen des "Berg- und Talführers" und ein Diplom.

Meinen Vereinskollegen Rainer konnte ich auch für diesen Lauf begeistern. Philipp wollte auch einmal bei einer Ultra Veranstaltung schnuppern, also reisten wir am Samstag Nachmittag zu dritt nach GMHütte.

Die Straßen waren frei, so kamen wir frühzeitig an und packten unsere Sachen aus. Es war sehr viel Zeit zum Klönen. Die obligatorischen zwei Bier durften an diesem Abend auch nicht fehlen. Nach dem Abendessen viel beim Bezahlen auf das meine Urkunde nicht gedruckt war und mein gelbes Leibchen nicht auf der Leine hing. Ist wohl trotz Online Anmeldung untergegangen. Georg versprach aber dies noch nachzuholen.

Nach einer geruhsamen Nacht schmeckte das Frühstück umso besser. Das Wetter war angenehm kühl bei 15°C und am frühen Morgen noch regenfrei. Da dies mein letzter Lauf vorm STUNT war wollte ich ihn langsam angehen. Rainer wollte nur die Strecke bewältigen, so starteten wir eine halbe Stunde vor dem offiziellen Start mit den langsamen Läufern schon um 5:30 Uhr.

An der Strecke hatte es eine kleinere Änderung gegeben da der Wanderweg der Null an einer Stelle verlegt werden musste. Die 1. Verpflegungsstelle wurde daher um ein paar hundert Meter verlegt. Bei der nächsten Null im Winter wird es zum Ende auch noch eine kleine Streckenänderung geben.

Die Aussicht war wegen der tief hängenden Wolken nicht so prima, den Aufstieg auf den Turm am Dörenberg sparten wir uns deswegen. Das Tempo war locker und nicht anstregend, hin und wieder kam ein leichter Nieselregen herunter der aber sehr erfrischend war.

Die Zeit verging wie im Fluge und die Strecke wurde fast ohne Verlaufen bewältigt. Es waren aber nur zwei kurze Stücke und wir merkten es sofort. Rainer war von der Strecke und dem ganzen drumherum begeistert, ich hatte also nicht zuviel versprochen. Vielleicht können wir im Verein noch ein paar Leute für die Null begeistern. Rainer möchte wohl im Winter wieder dabei sein.

Als wir an der Rennbahn angekommen waren, ergoß sich ein richtig heftiger Regenschauer über uns. Aber auch das konnte unserer guten Laune keinen Abbruch tun. Es war einfach ein perfekter Lauftag, der warme Regen konnte das auch nicht ändern. Zwischendurch blinzelte sogar mal die Sonne hindurch.

Zum Ende liefen wir zu dritt, mein rechter hinterer Oberschenkel wurde etwas steif und begann zu ziehen. Das Tempo habe ich dann vorsichtiger Weise etwas gedrosselt. Wir hatten ja ohnehin genug Zeit. Nach 6:01h kamen wir wieder am Kloster in GMHütte an. Unser Durchschnittstempo lag bei 7:20 min/km. Wieder ein sehr schöner Lauf.

Zu unserer Freude waren die Duschen richtig heiß, Kaffee und Brötchen schmeckten dann umso besser. Danach noch ein alkoholfreies Bier, Läuferherz was willst du mehr. Darauf folgen wieder die obligatorischen Ehrungen. Zuerst die "Magister Bergum et Talum" für die 10malige Teilnahme, dann die "Berg- und Talführer" für die 5malige Teilnahme. Georg hatte sich wieder eine Menge Arbeit gemacht und für jeden Magister einen persönlichen Reim geschrieben. Das gemeinsame Singen ist immer die Krönung!

Rainer bekam die Urkunde für seine erste Teilnahme und Ernennung als "Nuller" und ich mein Diplom als "Berg- und Talführer" sowie mein gelbes Leibchen. Das darf ich dann bei der Winter Null ausführen.



Philipp hatte seinen Spaß mit Georg, er durfte die Urkunden mit den Siegeln versehen und hat auch so eine Menge mitgeholfen. Im Winter möchte er wieder mit. Mal sehen wann er hier das erste mal mit läuft.

"Tadele nicht der Berge, wenn dich die Waden grüßen."

Auf ein Wiedersehen am 12. Dezember zur 45. GMHütter Null, wenn es heißt "Abwechslung erfreut. Immer mal ein anderer Berg.".

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Sonntag, 12. Juli 2009
STUNT 100 - 3. Runde

Heute wollte ich mit Rainer die 3. Runde des STUNT 100 ('Nightmare on Tosmarberg') Probe laufen. Leider musste Rainer an seinem Urlaubsende den Bereitschaftsdienst für einen erkrankten Kollegen übernehmen, so wurde aus unserem gemeinsamen Läufchen heute nichts. Das werden wir aber ein anderes mal nachholen.

So fuhr ich heute morgen in aller Frühe alleine nach Sibbesse und traf gegen 8:00 am Sportplatz ein. Das Wetter hätte nicht besser sein können, bedeckter Himmel und 14°C. Herrliches Laufwetter.

Die Streckenbeschreibung von Hansi versprach einiges:

Dritte Runde (Nachtrunde) Km 100-116 bis Diekholzen. Anschließend 10 Km im Wald gegen den Uhrzeigersinn. KM 126-143,9 den gleichen Weg zurück. Begegnungsmöglichkeit !
Zunächst auf gleichem Weg wie zum Ende der zweiten Runde Richtung Eberholzen. Kurz vorher (!) rechts runter zur Landstraße, die wieder ungesichert überquert wird. Es folgen einige erholsame Km im Feld, überwiegend mit leicht abfallender Strecke. Die Strecke läßt sich hier leider sehr schlecht markieren. Du benötigst unbedingt Deine Karte. Orientiere Dich hier lieber in aller Ruhe präszise und nimm den Zeitverlust dafür in Kauf. Besser als sich nach über 100 km in der Nacht zu verlaufen. Das kostet Dich viel mehr Zeit und Nerven.
Nachdem Du das Dorf Nienstedt tangiert hast, kommst Du später nach Eitzum. Hier wieder unbedingt aufmerksam mit Karte laufen und Wegmarkierungen beachten.
Im nächsten Ort Barfelde geht es gleich nach Ortseingang rechts entlang berghoch in den Wald hinein. In der Nacht erwarten Dich überwiegend gut zu laufende und zu orientierende Forststraßen. Wenn Du Angst hast vor Wildschweinen, hast Du beim STUNT ein Problem. Hier im Hildesheimer Wald wirst Du in dieser Nacht viele davon sehen und hören -und sie Dich auch :-) - Nach einem Gefällstück unterquerst Du die ICE-Bahnstrecke und kommst nach Diekholzen. Im Ort bist Du richtig, wenn Du einige Treppenstufen abwärts laufen mußt. Kurz danach wird von Dir wieder eine Hauptstraße überquert. Nach Überquerung gleich rechts auf dem Radweg weiter zum Waldrand. Kurz in den Wald hinein und noch vor dem Sportplatz rechts einen kleinen Pfad nehmen zu einem Parkplatz. Dort findest Du eine zentrale Aid-Station. Zurück im Wald am Sportplatz vorbei auf Forstwegen geht es bald links auf die Überquerung des Tosmarberges (310m 'Paßhöhe'). Dort ist eine ganz besondere bemannte Aid-Station für Dich vorbereitet. Wir versuchen es Dir in der harten Nacht so angenehm wie möglich zu machen. Anschließend 3 Km Gefälle zum nördlichen Rand des Hildesheimer Waldes. Am Waldrand (Söhrer Forsthaus) links. Nach 800 m rechts auf einen Single Trail. Ganz toller Weg ! Geht etwa 2,5 Km so weiter bis Du wieder nach Diekholzen zur Aidstation am Waldrand kommst.
Von hier exakt den gleichen Weg zurück nach Sibbesse, wie Du hergekommen bist.


Insbesondere der Single-Trail war wunderschön! Bin schon gespannt auf die ersten beiden Runden des STUNT.

Das Orientieren mit der Karte und dem GPS-Track im Forerunner klappte vorzüglich. Nach 6:23h war ich ohne Verlaufen wieder am Sportplatz zurück. Damit sollte die Nachtrunde ohne Probleme zu meistern sein.

Zu meiner Freude waren die Fußballer des TSV Sibbesse auch noch auf dem Platz, so konnte ich mich nicht nur im Vereinsheim umziehen, sondern auch noch eine heiße Dusche genießen. Klasse Timing.

Nächstes Wochenende noch die GMHütter Null, dann lege ich die Füsse hoch.

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